Rund 100 Besucher*innen folgten am 24. Juni der Einladung zur Präsentation der Studie „Cyber Security in Österreich 2026“ an der FH Salzburg. Unter den Gästen befanden sich neben Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung auch Schulklassen der HAK Liezen sowie der HAK Tamsweg mit Schwerpunkt Cyber Security, die sich vor Ort ein Bild von aktuellen Entwicklungen und Karrieremöglichkeiten im Bereich Cyber Security machen konnten.

Seit mittlerweile elf Jahren erstellen KPMG Austria und das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ) gemeinsam die jährliche Studie „Cyber Security in Österreich“. Die Publikation gilt heute als wichtigstes Lagebild zur Cybersicherheit in Österreich und liefert Unternehmen, Organisationen und Entscheidungsträger wertvolle Einblicke in aktuelle Bedrohungen, technologische Entwicklungen und notwendige Schutzmaßnahmen.
Für die aktuelle Ausgabe wurden 1.396 österreichische Unternehmen befragt. Ergänzend dazu flossen strukturierte Interviews mit Expert aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft in die Analyse ein.
Nach der Begrüßung durch Dominik Engel, Rektor und Geschäftsführer der FH Salzburg, und Walter Haas von Innovation Salzburg eröffnete David Brucker, Founder von mindsetters, die Veranstaltung mit seiner Keynote „Die Zukunft hackt selbst: Wie gefährlich ist KI im Pentest?“. Anhand praxisnaher Beispiele zeigte er eindrucksvoll auf, wie Künstliche Intelligenz sowohl die Möglichkeiten von Angreifern als auch jene von Sicherheitsteams verändert. Seine zentrale Botschaft lautete jedoch: „Pentester werden nicht arbeitslos.“ KI unterstütze bei Routineaufgaben, arbeite schnell und erstelle hochwertige Reports, könne den Menschen aber nicht ersetzen. Im Gegenteil: Mit dem zunehmenden Einsatz von KI werde die Rolle erfahrener Sicherheitsexpert noch wichtiger. Gleichzeitig warnte Brucker davor, KI-Tools unüberlegt einzusetzen, da falsch konfigurierte oder unsachgemäß genutzte Anwendungen selbst zum Einfallstor für Cyberangriffe werden können.
Im Anschluss präsentierte Robert Lamprecht, Partner bei KPMG Austria, die Ergebnisse der Studie. Deutlich wurde dabei: Künstliche Intelligenz verändert die Cybersicherheitslandschaft grundlegend. Angriffe werden schneller, skalierbarer und schwerer erkennbar. Gleichzeitig gewinnt die Frage nach technologischer Unabhängigkeit zunehmend an strategischer Bedeutung.
In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Katrin Rossmann (FH Salzburg), Daniela Wollmarker (Masterstudentin Cyber Security, FH Salzburg), Stefan Kaltenbrunner (conova), Stefan Winkler (mindsetters) sowie Martin Wiesinger (ÖWD Security & Services) die Studienergebnisse aus unterschiedlichen Perspektiven und warfen einen Blick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Einmal mehr deutlcih wurde, wie wichtig in Zukunft die Aus- und Weiterbildung im Bereich Cyber Security sein wird.
Beim anschließenden Get-together nutzten die Gäste die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Networking.
Die hohe Teilnehmerzahl und das große Interesse unterstreichen einmal mehr die Bedeutung von Cyber Security als zentrale Zukunftsaufgabe für Wirtschaft, Gesellschaft und Bildung.














